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Die German Comic Con 2017 in Frankfurt am Main
Die German Comic Con 2017 in Frankfurt am Main

German Comic Con 2017 – Frankfurt

Letztes Wochenende haben einige Veranstaltungen stattgefunden: Neben der Magic Con in Bonn, der Animuc in München und auch der Luxcon in Luxemburg, öffnete ebenfalls die German Comic Con in Frankfurt am Main ihre Tore.

Mit inzwischen vier Standorten in Deutschland ist die German Comic Con seit diesem Jahr somit auch in Frankfurt vertreten. Unsere Cosvalley-Tierchen Arkina, CM Snapture und Anonchi haben sich vor Ort umgesehen und erzählen von ihren Erlebnissen im heutigen Event-Bericht.

Noch so eine Comic Con?

GCC Plakat - Cosplayer nicht anfassen!
GCC Plakat – Cosplayer nicht anfassen!

Seit einiger Zeit tauchen immer mehr „Comic Con“ Events in den Kalender vieler Cosplayer auf. Hierbei gibt es die „German Comic Con“ und die „Comic Con Germany“ als große Veranstalter zu nennen. Erstere ist inzwischen bei vielen Besuchern in Missgunst gefallen, insbesondere aufgrund von einigen Löschaktionen auf Facebook, bei denen Kommentare mit massiver Kritik sag- und klanglos gelöscht wurden.

Von dem negativen Image ließen sich unsere Cosvalley-Beauftragten aber nicht abbringen und besuchten Samstag und Sonntag die German Comic Con in Frankfurt, um sich ein objektiv(er)es Bild zu machen.

Wie zu erwarten lockten bereits vorab eine ganze Liste an Stargäste zum Besuch. Unter anderem waren Robin Lord Taylor, Erin Richards und Drew Powell (aus der Serie „Gotham„) eingeladen und standen für Autogramme und Photshots bereit. Insgesamt waren 27 Stargäste aus Film und Fernsehen, sowie weitere 14 Artisten und einige Special-Guests anwesend. Entgegen dem Vorurteil „Bei der German Comic Con sagen alle Stargäste ab„, gab es hier eine ganze Reihe an Stars zum Greifen nahe. Die Kosten für Autogramme und Photoshots bewegten sich im normalen Comic Con Bereich.

Schlange bei den Stargästen
Schlange bei den Stargästen

Wie kommt man denn da hin?

Diejenigen, die bereits die Epic Con besucht hatten, kannten den Eingang zu Halle 3 schon. Auf der Webseite wurde auch explizit darauf hingewiesen, welche Anreisemöglichkeiten bestanden.

Mit der U-Bahn zur Haltestelle „Festhalle/Messe“ war die Anfahrt sehr angenehm gestaltet. Für alle, die auf ihr Auto nicht verzichten wollten (es wurde extra darauf hingewiesen, dass das Rebstockparkhaus nicht nutzbar war), gab es zum Beispiel das Skyline Plaza direkt um die Ecke mit einer Parkgebühr von 1.50 Euro bis maximal 3 Euro pro Stunde (ab der 5. Stunde).

Damit war die Anfahrt sehr einfach und die Warteschlange am Eingang konnte in Angriff genommen werden. Zur Eröffnung am Samstag gegen 10 Uhr reichte die Schlange bereits von dem Gelände herunter bis um die erste Häuserecke. Die Wartezeit in der Warteschlange war im Verhältnis aber sehr gering. Dies ist der geringen bis fast gar nicht vorhandenen Taschenkontrolle zu verdanken. Unser Team war verwirrt, dass an beiden Tagen (auch bei nicht so großem Andrang) die Besucher einfach durch gewunken wurden. Besonders nachdem massive Kontrollen zur Gamescom eingeführt wurden, war eine intensivere Taschenkontrolle erwartet worden.

Im Gegensatz zur Taschenkontrolle wurde vermehrt Security eingesetzt, um an allen Punkten dafür zu sorgen, dass kein Unbefugter das Gelände betrat.

Artisten Area
Artisten Area

Was bietet die Con nun wirklich?

Verschiedene Areas (die auch mit Schildern an der Decke ausgezeichnet waren) boten den Besuchern von Zeichenständen, Veranstaltungen, Show Acts und Merchandise (fast) alles, was das Herz eines Con Besuchers begehrt. Leider kamen die „Comics„, um die es hier eigentlich gehen sollte, ein wenig zu kurz. Zwischen den Ständen von Pizza.de, der RPC und Cinestar Frankfurt fehlten einfach Stände, die mit exakt dieser Comic-Materie aufzuwerten wussten.

Nichts desto trotz waren die insgesamt drei Bühnen mit reichlich Bühnenprogramm gespickt. Panels mit Stargästen, ein Cosplay Wettbewerb und auch Vorträge, die zum Beispiel das Thema „Mobbing“ behandelten, füllten die Tage. Nur die „Main Stage“ machte leider ihrem Namen nicht alle Ehre. Die Größe dieser Stage entsprach eher einer kleinen Seitenbühne mit zahlreichen Stühlen (dem Zweck „Panels abhalten“ entsprechend).

Alte Spielkonsolen zum Ausprobieren
Alte Spielkonsolen zum Ausprobieren

Sehr ansprechend war die „Artist Area“, die entgegen zu anderen Cosplay-Conventions hier auch einmal andere Künstler speziell aus dem Comic Bereich zeigten. Neben dem Künstlerbereich befand sich die „Stargast Area“.

Die Schlangen an Besuchern ließ nur selten nach, wodurch auch der Platz an dieser Stelle sehr gut gewählt war, entgegen dem Platz im mittleren Merchandise Bereich. Besonders am Sonntag war hier das Gedränge groß und der Platz zwischen den Ständen war manchmal einfach zu knapp bemessen. An den äußeren Ständen hingegen war mehr als genug Platz und bot somit auch jederzeit Ausweichmöglichkeiten.

Essensstände waren reichhaltig vorhanden (auch mit verschiedenem Angebot). Preislich bewegten sich die Stände im üblichen Messebereich und waren somit keine Überraschung. Während man einen der massig vorhandenen Sitzplätze im Essensbereich nutzte, konnte man auch die zahlreichen Props begutachten, die auf dem Gelände verstreut waren. Von K.I.T.T. aus Knight Rider bis hin zu einer Tardis aus Doctor Who gab es allerhand zu sehen. Im Gegensatz zu anderen Comic Con Veranstaltungen gab es hier auch Cosplayer, die passend zu den Props die Besucher zu Bildern animierten.

Und wem das Ganze alles zu viel wurde, konnte sich auch in die Retro Ecke zurückziehen und ganz in Ruhe die alten Spielekonsolen in einer einzigartigen Sammlung begutachten.

K.I.T.T. aus Knight Rider
K.I.T.T. aus Knight Rider

Für wen lohnt sich die Comic Con?

  • Comic-Fans: Für Comic Interessierte war die Comic Con teilweise eine Reise wert. Der Künstler Bereich bot interessierten Personen jede Menge Stoff. Zusätzlich zogen Show Acts ihren Blick auf sich und waren zu Bildern bereit. Wer aber wirklich Comics suchte, suchte hier leider vergebens.
  • Familien mit Kindern: Für Familien war die Comic Con mit ihren unterschiedlichen Angeboten ebenfalls eine Reise wert. Im Gegensatz zu Cosplay Conventions waren hier öfter Familien mit Kindern vertreten, die die freie Flächen und die Cosplayer nutzen, um einige Erinnerungsfotos zu machen. Insbesondere der geringe Andrang (vermutlich durch die parallel stattfindenden Conventions) machte die Convention familienfreundlicher, wie andere ‚überlaufende‘ Veranstaltungen
  • Cosplayer: Für Cosplayer, die normalerweise mit dem Comic Bereich keinerlei Berührungspunkte haben, war die Convention leider nicht lohnenswert. Stände wie zum Beispiel „myCostumes“ waren hier nicht auffindbar. Plüschtiere gab es eher selten, sowie Manga Merchandising (ist ja auch eine Comic Con). Der Cosplayflex Stand (Cosplay Repair Area) war eine der wenigen Berührungspunkte zwischen Mange/Anime und Comic Welt.

Abschließend ist zu sagen: Die German Comic Con wird ihrem Ruf nur bedingt gerecht. Auf Nachfrage hin haben Aussteller zugegeben, dass die Organisation nicht „so gut“ war, aber als Besucher spürte man dies nicht. Der Platz in der Halle könnte noch besser genutzt werden, Comic Stände könnten die Reihen noch füllen und lebendige Show Acts (z.B. Ghostbusters, die durch die Reihen rennen) könnten zum Feeling einer Comic Con massiv beitragen. Insgesamt war es jedoch eine gelungene erste German Comic Con in Frankfurt.

Über Cosvalley

Unser Cosplayblog ist ein kostenfreies und communitybasiertes Projekt von Cosvalley. :) Bei uns steht die Community im Mittelpunkt und das versuchen wir auch über diesen Blog zu vermitteln!

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