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Leipziger Buchmesse 2017 - Header - Saienti Cosplay
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Leipziger Buchmesse 2017 – Erfahrungsbericht

Die Leipziger Buchmesse ist für viele Cosplayer das Highlight des Jahres und der Auftakt zum neuen Cosplayjahr. Auch das Cosvalley Team war vor Ort und hatte zuvor bereits einen Infobeitrag veröffentlicht. Nach diesem sonnigen Wochenende folgt nun der Erfahrungsbericht zur diesjährigen Leipziger Buchmesse.

Die Leipziger Buchmesse - Übersicht
Die Leipziger Buchmesse – Übersicht

Weg zur Messe – Stau, Unfälle und viele Menschen

Wie einige wussten, sollte Samstag Mittag ein Cosvalley Treffen stattfinden. Unser Team war mit Gummibärchen und korrekt geschriebenen Schild gerüstet für das Treffen. Was jedoch sowohl unserem Team, als auch vielen weiteren Messebesuchern zusetzte, waren die insgesamt sechs Unfälle auf der A14, die zu einem massiven Stau rund um das Messegelände führten.

Die Informationen im Radio waren zu diesem Zeitpunkt wenig informativ. Während man im Radio von einem Unfall und einem liegengebliebenen Auto sprach, waren es in Wahrheit sechs Unfälle (Quelle) und sieben liegengebliebene Autos (an dieser Stelle von unserem Team gezählt während der Fahrt). Zu einem späteren Zeitpunkt wurde ein Rettungshubschrauber eingesetzt, der noch zusätzlich die Unfallstelle anflog. Nach unseren Informationen wurden alle Verletzten ins Krankenhaus transportiert und es waren zum Glück keine Todesopfer zu beklagen.

Dies sorgte natürlich für eine massive Verspätung unseres Teams und dem daraus folgenden Ausfall des Treffens. Erschwerend kommt hinzu, dass die Kommunikation auf dem Messegelände nahezu unmöglich ist. Der Facebook Messenger stellte sich als einziges Echtzeit-Kommunikationsmittel heraus. Weitere Kommunikation wie SMS oder WhatsApp erfolgte nur mit ca. 30 Minuten Verzögerung. Telefonieren kann man sich getrost sparen, das Netz vor Ort ist nahezu immer überlastet.

An dieser Stelle entschuldigt sich das Cosvalley Team für das Ausfallen des Treffens und hofft, dass sich dennoch einige Cosvalley Mitglieder finden konnten!

Kontrollen und Umleitungen um das Messegelände herum

Die Besucher wurden bereits an den Eingängen umgeleitet, um Verstopfung der einzelnen Eingänge zu verhindern. Dies führte dazu, dass unser Team an zwei Eingängen abgelehnt wurde. (Am Sonntag wurde ein dritte Eingang anvisiert – und man wurde wieder einen Eingang weiter verwiesen, es gibt also kein Erfolgsrezept bei der Auswahl des Eingangs).

Die Taschenkontrollen waren punktuell intensiver als am Vortag. Wir konnten bei einigen Passanten sowie am eigenen Leib erkennen, dass das Sicherheitspersonal auch in die Taschen hinein griff. Besonders am Sonntag war eindeutig, auf welche Gegenstände es das Sicherheitspersonal direkt abgesehen hatte: Metallflaschen und sogar ein Hammer lagerten an den kleinen Häuschen der Taschenkontrollen.

Damit hatte sich zumindest die Taschenkontrolle direkt bewährt. An diesem Punkt können wir auch mit vielen Berichten übereinstimmen: das Sicherheitspersonal war stets freundlich und hilfsbereit. Selbst beim spärlichen Blick in ein kleines Täschchens einer Cosplayerin lachte einer der Sicherheitsmänner und winkte sie durch. Bei einer anderen Kontrolle wurde gefragt, ob unter einem Reifrock etwas befestigt wäre –  was die Cosplayerin mit Humor nahm und mit einem kurzen ‚Rock hoch‘ beantworte. Unserer Meinung nach waren die Sicherheitskontrollen gezielt, schnell und für Cosplayer eher eine lustige Showeinlage, als ein peinliches Offenlegen der eigenen Wertgegenstände – ganz im Gegensatz zu den Berichten von der Gamescom 2016.

Ri-Ken Cosplay als Cloud (Final Fantasy VII)
Ri-Ken Cosplay als Cloud (Final Fantasy VII)

Glashalle – Japantag feeling auf der LBM

Zum Vorjahr gab es einen starken Anstieg der Gesamtbesucherzahlen – in Zahlen ausgedrückt:

  • 2016: Gesamt 195.000, davon MCC 96.000
  • 2017: Gesamt 208.000, davon MCC 105.000

Allein bei der Anzahl der MCC-Besucher handelt es sich um einen Anstieg von 9.000 Personen. Viele haben bemerkt, dass es samstags noch voller als im Vorjahr war. Viele Cosplayer flohen, dem guten Wetter geschuldet, nach draußen oder saßen am Rande der Glashalle.

Zusätzlich versperrten teilweise überdimensionierte Aufbauten von Fotografen die Gänge, wie Cosvalley bereits hier berichtete.

Unser Team wurde zudem auch im Innenbereich öfter umgeleitet. Uns, wie ebenso vielen Besuchern, war nicht ganz klar wie der Verlauf der Umleitung gedacht war. Einige Besucher versuchten über eine der Treppen zur Halle 1 zu gelangen und wurden oben darauf hingewiesen, dass sie nicht durchkommen und die zweite Treppe nehmen müssen. Auf der zweiten Treppe wurde darauf hingewiesen, dass man nur in die angrenzende Halle kommt, aber nicht in Halle 1. Des Rätsels Lösung war eine Umleitung unter dem Glastunnel hin zu Halle 1.

Von den Hallen aus wurde mit Plakaten auf diesen Umstand hingewiesen. Am Fuße der Treppen in der Glashalle jedoch nicht. Dies führte zu zusätzlicher Verwirrung  bei den vielen Besuchern, die sich verzweifelt durch die Massen kämpften.

Die Veranstaltungen in Halle 1 waren, ebenfalls wie die Glashalle, überfüllt. Die Plätze für den Cosplaywettbewerb waren schon sehr früh besetzt und die Massen drängelten sich bereits eine Stunde vorher durch die Gänge und besetzen die Treppen. Eines der Cosvalley Teammitglieder hatte sich vorgenommen einen Workshop zu besuchen und hatte nur Dank dem MyCostumes Team die Möglichkeit einen Weg durch die Massen zu finden. (Anmerkung am Rande: Der Workshop von Monono Cosplay wurde von unserem Teammitglied sehr gelobt und ist jedem zu empfehlen)

Four Seasons - Tauride Cosplay als Frühling, Sakura no Yousei als Sommer, Latharna Cosplay als Herbst und Anonchis Cosplay als Winter
Four Seasons – Tauride Cosplay als Frühling, Sakura no Yousei als Sommer, Latharna Cosplay als Herbst und Anonchis Cosplay als Winter

Insgesamt erinnerte der Samstag eher an einen überfüllten Japantag in einer Halle, während der Sonntag im Gegenzug das angenehme Ambiente einer Convention bot. Zur Überraschung unseres Teams war der Sonntag um einiges leerer und trotzdem genauso bunt wie der Samstag. Die Veranstaltungen waren stark besucht, aber nicht überfüllt und sogar das Angebot der Stände war wieder beschaubar.

Unser Tipp: Wer sich zu einem Besuch der MCC entscheidet, sollte mit dem starken Andrang am Samstag rechnen und entsprechend früh anreisen. Um die Mittagszeit herum steigt die Anzahl der Besucher massiv an. Ab dann sollte man keine großen Reisen über das Gelände mehr planen. Wer alle vier Tage vor Ort ist, kann sich für den Samstag auch Alternativen suchen (wie zum Beispiel ein Shooting mit Freunden), um sich nicht unnötig zu stressen. Denn Freunde finden und Cosplays begutachten ist samstags nahezu unmöglich, hier wäre ein Treffen außerhalb der Messe empfehlenswerter.

Sarah und Franziska aus dem Cosvalley Team als Belle und Amaterasu
Sarah und Franziska aus dem Cosvalley Team als Belle und Amaterasu

Das Cosvalley Team dankt allen, die sich freiwillig für Bilder zur Verfügung gestellt haben. Insbesondere Saienti Cosplay, die das Titelbild unserer beider LBM Beiträge ziert.

Über Cosvalley

Unser Cosplayblog ist ein kostenfreies und communitybasiertes Projekt von Cosvalley. :) Bei uns steht die Community im Mittelpunkt und das versuchen wir auch über diesen Blog zu vermitteln!

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