Startseite Allgemein HowTo: Frostmourne aus World of Warcraft – Part 3

HowTo: Frostmourne aus World of Warcraft – Part 3

Willkommen zum dritten Teil meines Tutorials zum Bau von Frostmourne! Schön, dass ihr noch immer dran seid 🙂

Heute werden wir uns der Klinge sowie den ersten LED Verarbeitungen widmen. Für alle, die aufgrund der LEDs hierher gefunden haben: ich kann euch eine Abkürzung geben! Ich habe bereits separat über die LEDs geschrieben.

Alles gibt es unter Blinkende LEDs ohne Löten nachzulesen!

Wer die letzten Teile noch nicht verfolgt hat, kann dies zuvor natürlich nachholen:

Und nun viel Spaß beim Lesen 🙂

Klinge aus Profoam und Worbla

Jetzt wird es genau

Ihr habt bereits die Vorlage der Klinge erstellt und ausgeschnitten – wenn nicht, solltet ihr erst einmal den ersten Teil des Tutorials lesen 🙂 Wenn ihr eure Vorlage ausgeschnitten habt, könnt ihr diese nun auf das Profoam (den Schaumstoff) übertragen). Wir nutzen für die Klinge das 5mm dicke Profoam und schneiden die Vorlage zweimal aus (warum werdet ihr später sehen).

Die Kanten müssen nun „abgeschliffen“ werden, damit wir später eine ebene und spitze Klinge bekommen. Dazu könnt ihr entweder einen Dremel benutzt (und euch extrem einsauen) oder aber ihr seid sehr talentiert mit dem Teppichmesser/Skalpell und schneidet die Kanten einfach ein. Aber achtet darauf immer eine scharfe Klinge zu verwenden, damit ihr das Material sauber auftrennt.

Auch, wenn die Kanten nicht ganz so sauber geschnitten werden, wird das Ergebnis nicht schlecht aussehen. Also keine Sorge, wenn ihr sehr uneben seid, könnt ihr das später noch ausarbeiten. Wenn ihr nicht die gesamte Klinge auf das Material bekommt, könnt ihr die Teile aufsplitten und einzeln aus dem Profoam schneiden. Die fertigen Teile sind dann mit Heißkleber einfach wieder zu verbinden (habe ich in der Abbildung ebenfalls so gemacht)

Zusätzlich muss noch ein Stück in das Material eingeschnitten werden, in dem später das LED Band Platz findet. Am besten legt ihr das LED Band so auf die Klinge, wie es später auch liegen soll und schneidet entsprechend um das Band herum. Achtet nur darauf, dass ihr auch wirklich die Mitte trefft – ansonsten werden eure Runen später nicht richtig ausgeleuchtet.

Ich selber konnte die Runen nicht bis zum Ende beleuchten (Zeitproblem + unerwartete Bastelaktionen), daher ist meine Aussparung etwas kürzer als eure sein sollte 🙂

Als nächstes schneiden wir den Teil der Runen aus, der später über dem LED Band liegt. Hierzu nutzen wir das 3mm dicke Moosgummi und markieren uns die Runen auf dem Moosgummi. Aufgrund der kleinen und filigranen Details, würde ich euch dazu raten ein Skalpell zu verwenden. Das erleichtert euch das Leben, spart Zeit und vor allem verdammt viele Nerven. Von diesem Teil brauchen wir zwei Stück, einmal für vorne und einmal für hinten.

Auch hier gilt: wenn ihr den Teil für die Runen nicht in einem Stück ausschneiden könnt, teilt es auf und fügt es später wieder zusammen. In meinem Fall war der Moosgummi-Bogen bei weitem nicht groß genug und nur dafür einen größeren (teureren) Bogen zu kaufen lohnt sich nicht.

Nun gilt es die Klingenstücke mit Worbla zu ummanteln. Dabei ummanteln wir jede Klinge einzeln und achten darauf, dass das LED Band in der Aussparung auch weiterhin genug Platz hat. Dafür nutzen wir Worblas Finest Art (das braune), da es stabiler ist als die schwarze Variante und wir hier keine Modellierungsarbeiten betreiben.

Hinweis: Ich habe beide Klingenstücke einzeln mit Worbla ummantelt und später zusammengefügt. Man kann natürlich auch beide Hälften erst mit LEDs versehen und dann ummanteln. Ich persönlich finde es aber schwieriger zwei riesige Worbla Bögen gleichzeitig um die Klinge zu werkeln, daher habe ich beide Stücke einzeln ummantelt und die Kanten nach und nach erhitzt und miteinander verbunden. Das war aus meiner Sicht einfacher.

Die LEDs zusammenstecken

Let it glow~ let it glow~

Die Klinge ist nun vorbereitet für die LEDs, aber wie bekommt man diese nun stabil verbaut? Und vor allem: wie bekommt man dieses punktuelle Leuchten weg? Dazu kommen wir nun!

Für die LEDs habe ich das im ersten Teil verlinkte RGB Band genutzt: LED RGB Band

Das Band muss nun zerschnitten werden, also seid euch ganz sicher, wie lang es sein muss! Insgesamt brauchen wir für vorne und hinten ein gleichlanges Stück für die Runen und zwei Stücke für jeweils ein Auge. Bedenkt auch, dass ein Stück für die Verbindung zum Controller benutzt wird (das ist das mit den 4 Pins am Ende). Dieses Stück kann auch gleichzeitig eines der zwei Augen sein.

Um die Vorderseite und die Rückseite beleuchten zu können, verbauen wir ein T Stück zur Verbindung. Dabei ist darauf zu achten, dass ihr die richtigen Enden verbindet. Im Folgenden eine Skizze zum Vorgang:

Die Stellen mit dem grünen Punkt markieren die Stellen, die weiter verbunden werden können Richtung Controller. Das bedeutet ihr verbindet ein T-Stück mit zwei grün markierten Enden und dann mit dem nicht grün markierten Ende. Ansonsten gilt immer: R zu R, G zu G, B zu B und + zu + 🙂

Wenn es um die Verbindung von den Kabeln geht, schaut am besten mal unter Blinkende LEDs ohne Löten rein, hier wird alles detailliert erklärt. Die Kurzfassung sieht wie folgt aus:

  • Silikon Oberfläche an einem Stück entfernen (nur so viel, bis die Klammer für die Verbindung passt)
  • Untere Seite von Klebestücken bereinigen
  • In die Klammer zur Verbindung schieben und festklammern

Nun solltet ihr genervt sein von der Fummelarbeit und freudig die LEDs mal angeschaltet haben (zur Kontrolle sollte man das immer mal wieder machen). Zumindest die erste LED nach dem Controller (das ist das kleine Ding zum Modus wechseln) sollte nun leuchten. Wenn der Rest teilweise oder gar nicht leuchtet, könnte dies an folgenden Dingen liegen:

  1. Die Kabel sind falsch zusammengesteckt (R/R, G/G, B/B, +/+ muss aufeinander passen)
  2. Die Kabel sind nicht komplett ineinander gesteckt (drückt mal etwas rum und drückt die Kabel weiter rein)
  3. Eine LED ist kaputt (worst case, an der Stelle müsstet ihr die kaputte austauschen. Sollte aber nur selten passieren)

Nun haben wir die LEDs zusammengebaut und können den nächsten Schritt angehen: das Einbauen.

LEDs verbauen

Kleine Tricks für einen milchigen LED Effekt

Bevor wir nun mit den LEDs an sich weiter machen, erst einmal noch eine kurze Info zum System, wie das LED Band später gut zwischen den Klingen sitzt (das Bild wurde vor dem eigentlichen verbauen aufgenommen. Wenn ihr an die Stelle kommt, sollten die Klingen schon einzeln mit Worbla ummantelt sein :)).

Bei meinem System beklebe ich ein Stück Moosgummi von beiden Seiten mit dem RGB Band. Das sorgt dafür, dass das Band auch da bleibt, wo es hin soll. Danach wird die zweite Klinge über das RGB Band gelegt (mit der Aussparung) und am Ende die Runen darüber.

Zurück zu den LEDs: diese liegen direkt unter den Runen und sind noch immer sehr punktuell, daher können sie aufgrund des gleichbleibenden Abstand zwischen den LED Stücken auch nicht genau auf die Runen angepasst werden. Wir versuchen deshalb als nächstes das Licht der LEDs zu brechen und es somit gleichmäßiger aufzuteilen.

Dazu greifen wir heute zur Mobilen Folie oder zu transparenten Worbla (die Mobile Folie ist stabiler und günstiger :)). Wir schneiden zwei Stück von diesem Material zurecht (für vorne und hinten).

Um nun das Licht der LEDs zu streuen/brechen nutzen wir Schleifpapier und schleifen eine Seite komplett. Schleift das ganze so gut wie möglich, je milchiger, umso besser wird der Effekt später. Am besten schleift ihr in allen Richtungen über das Material einmal drüber.

Nach diesem Schritt sind wir schon ein ganzes Stück weiter in unserem Vorhaben! Man kann dennoch einen Schritt weiter gehen: Aktuell sind die LEDs sehr hell (man kann sie dunkler stellen… aber dann wären auch die Augen später dunkler), daher versuchen wir den Effekt noch ein wenig  abzuschwächen, indem wir weiße Farbe auftupfen.

Nutzt dazu einen alten borstigen Pinsel und weiße Acrylfarbe. Den Pinsel tupft ihr nur ein bisschen in die weiße Farbe und dann auf die Folie. Das Ziel ist es eine noch immer lichtdurchlässige Fläche zu schaffen.

Im nächsten Schritt setzen wir alles übereinander und ummanteln es mit Worblas Black Art. Dabei ist darauf zu achten, dass ihr zuerst die Runen mit dem Worbla zurechtschneidet und danach die Folie hinten dran drückt um abschließend die Ränder des Worbla umzuklappen. Ansonsten könnte das alles ein wenig knifflig werden, wenn ihr bereits die Folie hinten befestigt habt.

Wir haben die LEDs, wir haben die Runen, wir haben die Klingen. Wir können mit dem Zusammenbau anfangen!

Zusammenbau

Noch einmal viel Geduld

Wir arbeiten hier mit großen Stücken aus Profoam und auch viel Worbla. Das heißt wiederum, es kann dazu kommen, dass nicht alles zu 100% aufeinander passt. Wenn ihr in den ersten Schritten sehr genau gearbeitet habt, solltet ihr hier zwei direkt aufeinander passende Stücke haben. Wenn das nicht der Fall ist, steht ihr vor dem selben Problem wie ich: es passt einfach nicht.

Natürlich könnte man jetzt die Teile neu machen und zurechtschneiden (wäre sicherlich auch ein sehr ratsamer Weg), wenn ihr aber so sehr in euch vertraut, dass ihr erst die Stücke mit Worbla ummantelt und dann seht „Fuck, es passt nicht“, kann ich euch einige Tipps geben.

Der Trick bei dem ganzen ist erst einmal nicht zu verzweifeln, nur weil es nicht passt (und ja ich habe mich hier böse verschnitten). Das Material ist biegsam und man kann es erhitzen. Also erhitzt es, biegt es um und schleift es mit einem Dremel gerade.

Die beiden Klingen aus Worbla habe ich Stück für Stück an den Rändern miteinander verbunden. Da die Klinge ein gewisses Gewicht erreicht, ist es ratsam hier Worblas Finest Art zu nutzen (und nicht das Black Art), um eine höhere Stabilität zu erreichen. Der Nachteil: die Oberfläche ist weniger glatt und besonders die Kanten müssen mit einem Dremel geschliffen werden.

Das ist eine Menge Arbeit … aber es lohnt sich. Selbst wenn ihr sehr genau gearbeitet habt, werdet ihr merken, dass der Dremel die Qualität eures Werks noch einmal anheben wird.

Nun fehlt noch ein Stück zur Verbindung des Griffes und der Klinge: das kleine ‚Podest‘ auf dem der Widder Schädel später prangen wird. An der Stelle muss ich zugeben, dass ich etwas unordentlich gearbeitet habe, daher gibt es nur ein Bild und die Erklärung dazu 🙂

Die Vorlage zu dem Stück habe ich bereits im ersten Teil des Tutorials erstellt und somit auch ausgeschnitten vorliegen. Da wir ein Stück Besenstiel in diesem Teil verstecken müssen, habe ich mehrere Schichten des 10 mm dicken Profoam genutzt. Ich glaube es waren 4 Lagen in meinem Fall, ihr müsst bei euch selber einfach austesten, wie viele Lagen ihr benötigt, damit ihr das Stück Besenstiel verstecken könnt.

Ihr werdet die Aussparung für den Besenstiel in das verklebte Profoam schneiden müssen, was das ganze ein wenig instabil machen könnte (an der spitz zulaufenden Stelle). Daher habe ich eine Schicht Moosgummi vorne und hinten befestigt, das sich ein wenig im Muster anhebt (siehe Bild) und das ganze mit Worbla ummantelt.

Da der Widder Kopf ebenfalls beleuchtet sein muss und ihr irgendwo die Batterien verstecken müsst, braucht ihr an der Spitze und in der Mitte des Podest ein Loch. Durch dieses Loch zieht ihr ein Verbindungskabel für das RGB Band und verbindet dieses mit dem T Stück.

Wenn ihr nun Klinge und Griff mit diesem Zusatz verbindet, solltet ihr darauf achten, dass ihr viele Worbla Reste für die Verbindung nutzt. Erhitzt das ganze gut und verbindet es. Mit den Resten könnt ihr die Übergänge sehr gut modellieren, um kleinere Fehler auszubaden. Am Ende habt ihr folgendes Gebilde:

Die Modellierung des Kopfes muss ich auf nächste Woche verschieben 😉 Das heute wurde doch mehr, als gedacht (ich wusste gar nicht mehr, dass das so viel Arbeit war…).

Aber damit nähern wir uns nächste Woche auch schon dem letzten Teil des Tutorials: Wir werden den Kopf modellieren, die Batterien für die LEDs verstecken und das ganze farbig machen!

Bis dahin

Eure Anonchi

Zu Teil 4 geht es hier -> HowTo Frostmourne – Teil 4

Über Anonchi

Anonchi
Seit 2013 cosplaye und blogge ich. Ich probiere immer wieder gerne neue Materialien und Möglichkeiten aus und teile sie mit der Community. Cosplays müssen für mich eine Herausforderung darstellen, an denen ich immer weiter wachsen kann!

Auch interessant

Lederstiefel nähen

Lederstiefel nähen

Hallo, meine Lieben, Ich habe mich daran gewagt, aus einem normalen Ballerina einen Stiefel zu …

Interview mit Sayunie Cosplay

Patenkinder im Interview: Sayunie Cosplay

In diesem Beitrag stellen wir Dir die neuen Patenkinder von myCostumes vor! :3 Unser Partner hatte …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.