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Von Selbstzweifel und Selbsthass, von Mobbing und Hate

Meine Lieben,

lange habe ich mit mir gehadert, ob ich nun über dieses Thema bloggen soll oder nicht. Nun, ich bin zu dem Entschluss gekommen es doch zu tun. Für euch. Für all die wunderbaren Menschen da draußen die ich schon kennenlernen durfte, und die es nicht verdient haben mit sich selbst in Ablehnung zu leben. In dieses Thema fließen unendlich viele meiner persönlichen Gefühle und Gedanken mit ein – ihr müsst sie nicht teilen oder mit mir sympathisieren, aber ich bitte euch um eine winzige Kleinigkeit: stellt eure Meinung nicht über die Anderer, denn ich werde das auch nicht tun. Wir alle haben das Recht auf unsere eigene Meinung, aber wir haben nicht das Recht sie jemand anderem aufzuzwingen – sachlich gehaltene Kritik ist willkommen.

So wollen wir beginnen.

„Sie ist viel zu dick/dünn für dieses Cosplay!“, „Mein Gott hat der/die dünne Beine, da sieht man ja jeden Knochen..“, „Hast du gesehen wie klein/groß sie/er ist? Das passt überhaupt nicht zum Charakter!“, „Die Farbe von Gegestand xy war im Original aber anders. Schlechtes Cosplay.“

Schon mal gehört? Und das sind nur ein paar der wenigen Sätze, die so manch einer von uns schon gehört hat. Doch warum müssen wir uns so etwas überhaupt anhören wo wir es doch besser wissen? Und warum treffen uns diese Worte von zumeist unbekannten Personen so wahnsinnig hart, dass wir uns am liebsten verkriechen würden und nie wieder herauskommen wollen? In diesem Blogeintrag möchte ich mit euch über die Themen Selbstzweifel, Selbsthass, Mobbing und Hate in unserer Szene sprechen. Was mich dazu veranlasst hat obwohl es für uns doch eigentlich schon alltäglich geworden ist von solchen Dingen zu lesen/zu hören? Ich bin schon sehr lange selbst davon betroffen und da auch die Leute in meiner Freundschaftsliste des öfteren an sich selbst zweifeln habe ich beschlossen, dass ich endlich darüber reden möchte. Ich möchte mich mitteilen und hoffe, dass ich damit so viele Menschen wie möglich erreiche denn: 

wir Menschen haben leider das Talent uns untalentiert und unspektakulär darzustellen.

Da wir mit diesem Talent leider gesegnet sind hoffe ich einfach, dass genau du, ja genau du da draußen vor dem Bildschirm hier etwas liest in dem du dich bestätigt fühlst. Denn egal ob Cosplayer/in, Fotograf/in, Maskenbildner/in, Schneider/in (…): ihr alle schafft wunderbare Dinge mit euren Händen, eurer Fantasy und Kreativität, ihr opfert Zeit, Geld, Schlaf, legt zumeist weite Strecken zurück…. und trotzdem bleibt da dieses mulmige Gefühl in euch, dass ihr nicht genug seid, dass es nicht reicht, dass ihr es nicht schaffen werdet oder andere enttäuscht. Ich möchte das ändern und vielleicht, ja vielleicht erreiche ich ja den ein oder anderen von euch.

Teufelskreis - Gibt es ein entkommen?

Muss das denn wirklich sein?“ – ein Gedanke der mir sehr oft im Kopf umher kreist, meistens wenn ich wieder Beiträge lese indem sich jemand wegen seines Gewichts, seines Make-ups, seiner Größe, Oberweite oder was auch immer erklären muss. Beiträge welche von einem fantastischen Bild geziert werden auf dem entweder ein atemberaubendes Cosplay zu sehen ist oder eine ausgesprochen schöne Cosplayerin – oder beides. Trotzdem wirken die Verfasser dieser Postings zumeist beschämt ihre Werke zu zeigen. Doch warum ist das so? Was veranlasst und dazu uns schlechter zur machen als wir sind? Ich habe oft darüber nachgedacht, zumal ich mich selbst manchmal einfach so unglaublich leer fühle nach einem schönen Shooting. Irgendetwas fehlt, irgendetwas könnte man besser machen. Wir loben uns nicht (oder zumindest viel zu wenig), gestehen uns keine Erfolge ein (oder zumindest nur kleine), wir sind stets darauf fokussiert die Dinge besser machen zu wollen. Wir nehmen uns keine Zeit (oder zumindest viel zu wenig) um uns unsere Werke genauer anzusehen, zu überlegen in welche Teile wir die meiste Zeit, die meisten Tränen oder das meiste Geld investiert haben. Falls wir es tun, dann schwindet unsere Euphorie meist ganz schnell wieder, denn sich selbst zu loben kommt uns irgendwie falsch vor. Stattdessen kreisen unsere Gedanken meist gleich schon wieder darum was wir für die nächste Con oder das nächste Shooting denn verbessern wollen. Es ist wie ein Teufelskreis und aus ihm auszubrechen scheint uns beinahe unmöglich, da so viele äußere Umstände auf uns einwirken – doch es ist möglich. Wie? Ganz einfach: hinfallen ist erlaubt, aufstehen ist Pflicht. Das heißt auf gut deutsch: Du darfst Fehler machen und auch mal verzweifeln, aber nicht gleich dich selbst und deine Fähigkeiten in Frage stellen. Du bist ein einmaliges Individuum und niemand kann dich ersetzen oder mit dir konkurrieren. Und beim Cosplay geht es meiner Meinung nach auch nicht um einen Wettkampf als diesen sondern darum Spaß zu haben und voneinander zu lernen, gemeinsam zu lernen und somit fantastische Gegenstände zu schaffen.

Das bin ich - die eigene Wahrnehmung

Ich muss abnehmen an Stelle xy.“, Ich muss mehr abbinden beim nächsten Mal.“, Meine Güte habe ich ein Doppelkinn!“, Meine Oberarme sind viel zu fett und mein Gesicht viel zu rund!“– den meisten von uns kommen vielleicht solche Dinge in den Sinn, wenn wir unsere fertigen Bilder betrachten. Nicht etwas wie toll unser Kostüm in dem Moment ausgesehen hat oder das unser Make-up on point war, nein: wir kritisieren zuerst und suchen nach möglichen “Fehlern“. Doch meint die Definition von Cosplay, also seinem Charakter so ähnlich sehen wie nur möglich denn wirklich, dass wir uns selbst auf unseren Bildern nicht mehr wieder erkennen sollen? Ich denke nicht. 

Es ist okay, wenn du mit 120kg Sailor Moon cosplayen willst. Es ist okay, wenn du 1,90 groß bist und Ciel Phantomhive cosplayen willst. Es ist okay, wenn du eine dunkle Hautfarbe hast und einen hellhäutigen Charakter cosplayen möchtest – oder umgekehrt. Du möchtest diesen Charakter machen weil du ihn liebst? Dann tue es. Hab Spaß daran und lebe dich aus in dem was du tust, denn richtig oder falsch gibt es hier nicht. Jedoch haben auch andere Menschen ein Recht darauf sich ihren Teil zu denken. Und wenn jemand denkt, dass du mit 120kg zu fett bist um Sailor Moon zu cosplayen (ich sage es jetzt so wie man es sagen würde), dann denkt er es halt. Oder, dass 1,90 zu groß sind für den kleinen Ciel Phantomhive. Dann denkt derjenige das halt. Nur solltest du dir überlegen, ob du dich davon beeinflussen lassen möchtest – ob du dich beeinflussen lassen möchtest von der Meinung oder Haltung einer anderen Person mit der du manchmal ja nicht einmal etwas direkt zu tun hast. Wenn du weißt, dass Sailor Moon keine 120kg wiegt und du sie trotzdem machen möchtest, dann dürfte es für dich ja wohl nichts neues sein, wenn dich jemand darauf anspricht – und verletzen darf/soll es dich auch nicht, denn dann teilt diese Person eben eine andere Auffassung von Cosplay. Und das ist auch vollkommen okay. Wisst ihr, es ist nicht verkehrt wenn man zu sich sagt „okay, bevor ich xy cosplaye möchte ich gerne 5kg abgenommen haben, sonst fühle ich mich unwohl.“. Das ist vollkommen legitim. Genauso legitim ist es aber, wenn jemand mit 120kg zu sich sagt „okay, ich möchte so wie ich jetzt bin Sailor Moon cosplayen.“.

Meiner Meinung nach hat sich niemand in deine Beziehung zu dir selbst einzumischen, außer sie wird gefährlich für dich. Wenn sich meine Freundin ihre Nase operieren lassen wollen würde nur um Charakter xy besser darstellen zu wollen, würde ich auch eingreifen. Ansonsten gilt das Motto: If you like it, wear it!“. Für mich zumindest. Ich bin jemand der nur Sachen trägt in denen er sich wohlfühlt. Privat als auch im Cosplay, und die liegen alle dementsprechend in meiner Wohlfühlzone. Allerdings liegt diese Wohlfühlzone bei jedem Menschen woanders, und deshalb gehen die Meinungen über „was xy tragen sollte und was nicht“ weeeeeit auseinander. Und das ist okay. Wisst ihr, es ist einfach über jemanden zu reden, dessen Geschichte man nicht kennt. Du weißt nicht, warum der Junge dort drüben stark unter Akne leidet. Oder wusstest du, dass das dünne Mädchen da drüben verzweifelt versucht zuzunehmen damit es ihr vielleicht besser geht? Sie einen „Knochen“ zu nennen macht es nicht besser.

Nicht dünn, trotzdem glücklich und zusammen mit einem wunderbaren Mann seit knapp 2 Jahren – das bin ich, Doomfairy. Über mich zu urteilen ist leicht. Man könnte vielleicht meinen ich esse den ganzen Tag ungesundes Zeug und bewege mich kaum. Tatsächlich jedoch kommen meine Gewichtsprobleme von der jahrelangen, zwangsläufig nötigen Kortisonbehandlung gegen mein starkes Asthma, die bei mir schon als Säugling begann. Zusätzlich nahm ich noch einmal durch diverse Medikamente um die 20 kg zu. Es gibt kaum eine Diät die ich noch nicht durchgemacht hätte, und kaum eine Reha die ich noch nicht besucht hätte um etwas an meinem Gewicht zu ändern – für mich selbst und für niemanden sonst. Hättet ihr es gewusst? Natürlich nicht! Woher denn auch? Und selbst, wenn ich den ganzen Tag nur ungesundes Zeug essen würde und auf der Couch gammeln würde ginge es niemanden etwas an, und niemand hätte das Recht über mich zu urteilen. Mit dieser Geschichte will ich euch noch einmal verdeutlichen, wie leicht man sich doch manchmal täuschen kann. Für mich steht letzten Endes immer noch die Person hinter dem Cosplay im Vordergrund.

Bekanntheit im Netz - und der Preis dafür

Eine Sache, die mir in letzter Zeit wieder verstärkt aufgefallen ist und mir sauer aufstößt: viele Menschen machen sich abhängig von der Meinung anderer – gerade in Social Media. Manche wirft ein kleiner Kommentar tagelang aus der Bahn und erzeugt ein nie endendes Gedankenkarussell bei dem/der Betroffenen. Das ist keine gesunde Beziehung und das finde ich bedenklich. Ich empfehle wirklich deshalb jedem der sich sehr aktiv im Social Media bewegt (nicht zuletzt mir selbst) sich einen kleinen Rettungsanker zu suchen: den Freundeskreis, die Familie, den Hund (oder wen auch immer) – dass du jemanden (oder etwas) hast an das du dich lehnen kannst, falls du mit dir so stark im unreinen bist, dass sich diese Leere in dir breit macht. Oder du entfernst dich aus der großen Reichweite des Internets und lernst erst einmal selbstbewusst mit dir und deiner Arbeit umzugehen. Cosplay soll Spaß machen, es soll uns zeigen was wir erschaffen können ohne dafür jemals eine spezielle Ausbildung gemacht zu haben – und falls wir eine gemacht haben sollten, etwa Schneiderin, Maskenbildnerin oder ähnliches, dann soll es uns zeigen wie weit wir es gebracht haben. Im Endeffekt sind wir alle Nerds in Kostümen oder hinter dem Stativ.

Für mich gilt schon seit eh und je der Spruch: Was du nicht willst, dass man dir tut, dass füge keinem anderen zu.“

Es ist so simpel, und doch gibt es zu viele Leute da draußen die bereit sind solange auf jemandem rum zu trampeln bis der- oder diejenige nicht mehr kann und einen Schlussstrich zieht – bitte denkt deshalb vorher gründlich über eure Formulierungen nach, auch wenn es für euch in diesem Moment „nur“ ein weiterer Mensch hinter dem Bildschirm ist. Natürlich könnt ihr nichts dafür, wenn eure sachlich gehaltene Kritik vollkommen abgewiesen wird – dazu muss sie aber auch wirklich sachlich sein, damit ihr euch nichts vorzuwerfen habt. Dann ist das so und ihr habt euch nichts zu Schulden kommen lassen. Ein du siehst aus wie eine Presswurst“ oder ähnliches geht aber gar nicht, denn das ist weder Kritik noch ist es konstruktiv.

Ich wünsche mir für all die ganzen lieben, talentierten Menschen, Cosplayer, Fotografen und alle anderen Szenenleute da draußen, dass sie Anerkennung in ihren Werken und ihrem Tun finden – und sich auch einmal selbst die Zeit dafür nehmen sich selbst Anerkennung für ihre Werke zuzugestehen. Stolz auf etwas zu sein auf das man zurecht stolz sein kann ist nicht falsch oder überheblich. Desweiteren wünsche ich mir, dass einige da draußen ihr Gehirn anschalten bevor sie Gerüchte, Bemerkungen oder Bilder in die Weiten des Internets streuen und sich über jemanden hermachen. Hinter jedem Bildschirm sitzt ein Mensch – ein Mensch mit Gefühlen und einem lebenswerten Leben. Bitte beherzigt das.

Nun bin ich neugierig wie ihr zu diesem Thema steht. Schreibt mir eure Meinung in die Kommentare, teilt diesen Beitrag und macht darauf aufmerksam – dass würde mich wirklich sehr freuen. Vielen Dank für’s Lesen dieses Beitrages.

Ich hoffe, er hat euch zum Nachdenken angeregt.

Bis dahin,

eure Doomfairy

Über Doomfairy

Doomfairy
Hallo liebe Community, mein Name ist Lilly aka Doomfairy! Im Jahr 2013 besuchte ich meine erste Convention und im Jahr 2014 wurde ich Teil der Cosplaycommunity. Am liebsten nähe ich, daher trete ich meine Ausbildung zur Maßschneiderin im Jahr 2017 an. Seit Anfang 2016 jedoch crafte ich auch vermehrt und muss sagen, dass es mir sehr Spaß macht! Meinen eigenen englischsprachigen Blog führe ich seit 2016 und nun bin ich hier, um auch die deutsche Community daran teilhaben zu lassen. Ich teste für euch die neusten Schnitte, Materialien, Farben und vieles mehr!

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7 Meinungen dazu

  1. Anonchi

    Sehr gelungener Beitrag! Du sprichst mir aus der Seele.

  2. Sehr toller Blog und wirklich gut geschrieben! Du bringst es auf den Punkt, und es ist so verdammt wichtig darüber zu reden! DANKE!

  3. Sehr schöner Beitrag mit ganz viel Wahrheit.
    Warum können wir nicht einfach mal zu uns selbst sagen: „Ich bin geil!“
    So ab und zu reicht ja schon. Und zwar ohne direkt dahinter: „Naja, vielleicht nur ein bisschen. Klitzekleines bisschen. So ein Mü…“

    So eine Kleinigkeit hat mich dann aber doch gepiekst.
    Und das war der Text unter dem Bild von dir selbst.
    Ich überlege gerade, wie ich das am besten ausdrücken kann, was mich gestört hat. Irgendwie war es gerade der letzte Abschnitt, der mich etwas unruhig gemacht hat.
    „Hättet ihr es gewusst? Da seht ihr mal wie leicht man sich doch täuschen kann…“
    Nein, ich hätte es nicht gewusst. Es geht mich aber auch einfach gar nichts an, weil ich dich für dein Gewicht nicht zu verurteilen habe, genau das, was du in dem Artikel geschrieben hast.
    Es ist deine Geschichte und die darfst du natürlich auch jedem erzählen und erklären warum du so bist, wie du bist. Darum geht es mir dabei gar nicht. Sondern mehr darum, dass du es rechtfertigst. Du rechtfertigst dich dafür, dass du dick bist und dass du nichts dafür kannst, aber im Grunde (überspitzt) nur Salat und Wasser zu dir nimmst.
    Und irgendwie hatte ich es so verstanden, dass es dir genau darum geht. Dass es gar keine Notwendigkeit gibt, dass man sich für sich selbst vor anderen rechtfertigen muss.

    Und dabei ist es einfach vollkommen egal. Denn selbst wenn du 3 Liter Cola pro Tag trinken und jede zweiten Tag Currywurst mit Pommes und ’nem Klatscher Mayo essen würdest und nur auf der Couch hocktest, hat einfach keiner das Recht, dir zu sagen, was du zu tun hast, solange du dich damit wohlfühlst – außer wie du schon erwähntest, wenn es um die Gesundheit geht (seien wir ehrlich, 3 Liter Cola ist auf Dauer nicht ganz so gesund 😉 – nichts essen aber genauso wenig).
    Das ist ja genau das Ding, dieses „Na, das solltest du aber besser nicht essen“, wenn man irgendwo ist und sich was „ungesundes“ reinhaut. Oder umgekehrt, dass wenn man mit Kilos zuviel zu einem Salat greift sowas wie „Na, machste Diät“ zu hören kriegt. Ich kenn es ja von mir selbst. Erst mag das nur ein Spruch sein, dann nistet sich das ein und man fängt an, Dinge vor sich selbst zu rechtfertigen, weil der Spruch im Kopf hängen geblieben ist.
    Während es klar die Sprüche gibt „Iss mal mehr“, wenn jemand sehr dünn ist, hier aber genauso wenig wer ein Recht darauf hat zu sagen: „Na, zu dem Salat solltest du aber mal ’n Steak ordern, damit du was zunimmst.“

    Und damit schließt sich dann der Kreis mit dem, was du schon gesagt hast:
    „Was du nicht willst, dass man dir tut, dass füge keinem anderen zu.“

    Aber es ist im Internet, gerade auf den sozialen Medien so einfach geworden.
    Manche trauen sich plötzlich Dinge zu schreiben, die sie einem Menschen niemals ins Gesicht sagen würden. Weil sie seine Reaktion nicht sehen können.
    Und wenn ich mich im Netz klein mache, dann kriege ich sehr schnell Zuspruch. Ohne es jetzt beweisen zu können, würde ich behaupten, dass man mehr Reaktionen bekommt, wenn man sich unsicher gibt, als wenn man „Ich bin geil“ zeigt.
    Das mag nicht für alles und jeden gelten, rein subjektive Beobachtung.

    Und da passt für mich ein anderer Spruch ganz gut:
    „Behandle andere so, wie du selbst behandelt werden möchtest“

    Wenn ich positive Rückmeldungen bekommen möchte, muss ich positive Rückmeldungen geben. Wenn ich von anderen unterstützt werden möchte, dann muss ich andere unterstützen. Wenn ich will, dass die Leute mich so akzeptieren wie ich bin, dann muss ich andere genauso akzeptieren, wie sie sind.

    Und deswegen danke, dass du dich entschlossen hast, diesen Beitrag zu schreiben.

    Ach mann, jetzt ist das wieder so ein Roman geworden… Ich hab echt überlegt, ob ich mich über die zwei Sätze da so auslasse, aber es hat einfach so gepiekst und irgendwie konnte ich das nicht unkommentiert stehen lassen.

  4. Einfach nur Liebe