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HowTo: Mini Phönix Teil 2

Lange hat es gedauert, aber nun ist es da: das zweite Kapitel zu dem kleinen Mini Me 🙂

Mein letztes Cosplay hatte den dunklen Phönix aus World of Warcraft als Vorbild und dazu habe ich mir nun aus Resten mein eigenes handgroßes Mount gemacht.

Heute geht es um Kleinkram mit Worbla 🙂

Aufbau der Mini Rüstung

Oder: der Augenblick, an dem die Finger zu fett werden

Aller Anfang ist schwer und daher habe ich mich auch lange darum gedrückt die letzten Teile fertig zu stellen (und eigentlich fehlt auch noch immer der Sattel ;)), aber für alle Interessierten habe ich mal zusammen getragen, was ich so etwas gemacht habe.

Zuerst einmal der letzte Stand:

Das Zaumzeug stellte die größte Herausforderung da (und vor allem die mit den kleinsten Teilen). Dazu habe ich erst einmal eine Vorlage auf Papier ausgeschnitten und diese auf Worbla übertragen.

Hierbei habe ich nur 1 Schicht Worbla genutzt, da die Dimensionen derart klein sind, das eine doppelte Lage schon zu erschlagend wäre. Das macht es natürlich nicht einfacher, aber die ersten beiden Schichten gehen relativ gut zu biegen und zusammen zu kleben.

Das komplizierte an diesen Teilen sind leider Gottes die Abweichungen im mm Bereich, die direkt spürbar werden. Wenn man nur 1mm daneben geschnitten hat beim Worbla, rächt sich das sehr schnell.

Daher empfinde ich es als super Übung zum Rüstungsbau mal solche kleinen Mini Rüstungen zu bauen. Man achtet einfach umso stärker darauf, das man auch wirklich sehr genau arbeitet.

Im nächsten Schritt geht es an die Erhebungen am Rand. Hierzu habe ich kleine Streifen zurecht geschnitten (gerade so dünn, das sie nicht direkt reißen) und diese um die Ränder herum geklebt. Beim Erhitzen von kleinen Teilen nutze ich gerne eine Schere, um die kleinen Teile zu fixieren und in Ruhe erhitzen zu können. Besonders bei solchen kleinen Teilen ist es enorm wichtig, dass das Worbla gut erhitzt wird. Kleinere Teilen können potentiell schneller wieder abfallen (aufgrund der geringen Auflagefläche).

(Apropo, wir reden hier von einer Gesamtgröße < 10cm bei diesem Teil)

Jedes einzelne Teil für das komplette Zaumzeug muss auf diese Art und Weise modelliert werden. Das bedeutet sehr empfindliche Finger und ein Adlerauge für den Zusammenbau. Das Ergebnis ist ein Gebilde, das sehr zerbrechlich wirkt, aber man sollte das Worbla nicht zu sehr unterschätzen. Es ist sogar sehr stabil und man kann es dem kleinen Phönix sogar schon aufziehen 🙂

Kunterbunt

So malt man seine Finger an

Natürlich gehört auch hier Grundierung dazu. Da wir hier in einem sehr kleinen Maßstab arbeiten habe ich diesmal auf Holzleim und Schleifen verzichtet. Stattdessen habe ich Sprüh Grundierung genutzt, um zumindest eine halbwegs grundierte Unterfläche zu haben (direkt auf Worbla malen kann ich einfach nicht… da kriege ich eine Gänsehaut)

Nach der Grundierung muss alles mit der Grundfarbe eingekleistert werden (hier schwarz), wodurch das ganze eher wie ein überflüssiger Schritt aussieht. Aber gut, es ist schließlich Grundierung 😉

Zuerst folgt die Goldschicht an den Rändern und am kompletten Schnabel. Ich nutze gerne die noch halb feuchte schwarze Farbe, um ein Gemisch zu bekommen, wodurch die erste Schicht immer etwas dunkler wird.

Info am Rande: für das Gold nutze ich grundsätzlich die Bronze Farbe vom Nanu Nana 😉

Meistens folgt auch noch eine zweite und dritte Schicht (immer schön getupft), wodurch sich sehr schnell eine schöne Goldschicht bildet.

Nach den Rändern folgt der innere Teil.

Die Vorlage benutzt ebenfalls nur Gold/Dunkles Türkis, von daher komme ich mit diesen zwei Farben (und natürlich schwarz – was ja keine Farbe ist) sehr weit. Eigentlich bin ich beim Colorieren ein wahrer Chaot, ich probiere aus, kleistere rum, vermische auf dem Rüstungsteil selber noch alle Farben miteinander und am Ende mag ich es.

Wenn es ums Colorieren geht folge ich als der Chaostheorie

Zu guter Letzt fehlen natürlich noch die weißen kleinen Mini Highlights, für die mein Pinsel in Größe 1 eigentlich schon viel zu groß ist (leider ist mein Stift noch nicht da :()

Zusammen mit ein paar Übergängen, mit dem noch halb feuchten schwarz in der Grundierung, ergibt sich ein schönes Farbenspiel.

(wir ignorieren hier bitte die helle türkise Farbe auf der Brust – dafür war mein Pinsel wirklich zu dick und mein Fineliner ging leider mitten drin leer :()

Ergebnis

*räusper* Muhahaha

Ein paar Federn und ein Auge brauchte mein Phönix noch, aber mit ein bisschen Heißkleber bleibt nun auch das Zaumzeug an seinem Platz! Der Sattel kommt auch demnächst, aber den gibt es dann Live auf der Epic Con zu sehen, wenn ich auch mit dem passenden Cosplay unterwegs bin 😉

Damit verabschiede ich mich für heute mit meinem kleinen flauschigen Mount 🙂

Fragen und Co wie immer an Anonchis Cosplay auf Facebook!

 

Bis zum nächsten Mal zum lustigen Worbla Federn bauen!
Eure Anonchi

Über Anonchi

Anonchi
Seit 2013 cosplaye und blogge ich. Ich probiere immer wieder gerne neue Materialien und Möglichkeiten aus und teile sie mit der Community. Cosplays müssen für mich eine Herausforderung darstellen, an denen ich immer weiter wachsen kann!

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