Startseite Benutzerblogs Anonchi Kleiner Einstieg in Airbrush

Kleiner Einstieg in Airbrush

Heute ist Freitag und ich bin heute auf der Connichi! (Jipa!)

Aber nichts desto trotz gibt es trotzdem einen neuen Blog Eintrag! Geplant war mein kleines Mini-Me (den kleinen Phönix) fertig zu stellen. Aber es war einfach zu heiß die Woche, entschuldigt mich :(. Die ersten Teile sind fertig, aber bei dem Wetter arbeitet man nicht gerne mit kleinen Mini Worbla Teilen.

Als Ersatz schiebe ich den folgenden Blog Eintrag vor, hier geht es um einen kleinen Einstieg im Arbeiten mit Airbrush! Manchen habe ich es schon erzählt, das ich mir die Tage ein Airbrush Set gekauft habe. Ich habe mir einige Rezensionen und Co durchgelesen und bin zum Schluss gekommen, das man hier wohl einiges probieren muss. Eines der Sets, das auf Amazon gut bewertet wurde kam daher auch schon bald per Post zu mir.

Mein erstes Projekt mit Airbrush waren meine Federn für meinen Phönix. Diese haben bereits Farbe, aber da ich mal wieder unzufrieden war habe ich es als ideales Einstiegsprojekt mit Airbrush gesehen! Und warum schreibe ich euch nun dieses schönen Eintrag? Nun ja, meine Anleitung erklärte mir die Namen der Teile, aber das war es auch schon. Für alle, die keinerlei Ahnung haben, wie Airbrush funktioniert, womit man rechnen muss und ob es sich lohnt die Utensilien anzuschaffen, habe ich diesen Eintrag heute geschrieben.

!!!WARNUNG!!! Alles, was ich hier erzähle basiert auf dem, was ich selber weiß! Es ist keine Referenz und kein Nachschlagewerk! Wenn ihr mehr wisst, wie ich: nur heraus damit! Ich lerne schließlich auch noch 🙂 Da ich mich aber sehr viel Online umgesehen habe und selbst kaum Durchblick hatte, würde ich das gerne einigen Ersparen. Und noch ganz wichtig: Mein Einsatzgebiet für Airbrush sind Cosplays! Ich will keine Torten verzieren, keine Nägel, keine Autos und keine menschlichen Körper! Wenn ihr darüber mehr wissen wollt, seid ihr hier falsch.

Was brauche ich?

Eine der ersten schweren Aufgaben im Wald der Airbrushpistolen ist herauszufinden, was man den eigentlich benötigt. So für ‚ich will gerne irgendwie Farbe auf etwas sprühen‘ reichen die folgenden Dinge aus:

  • Kompressor
  • Airbrushpistole (meistens sind hier alle Utensilien dabei wie z.B. eine Nadel)
  • Farbe (Achtung, hier gibt es Unterschiede wie z.B. Body Paint Farbe)
  • Reinigungsflüssigkeit (habe ich aktuell noch nicht – ist aber ganz böse! Zum Reinigen gehört das entsprechende Mittel!)

Zum Thema Farbe und Verdünnen (hierzu habe ich einige Foren durchwühlt), kann ich euch nur den Tipp geben es selbst etwas auszuprobieren. Bei vielen Farben heißt es ‚muss nicht verdünnt werden‘, aber viele raten dennoch dazu. Verdünnen bedeutet hierbei aber verdünnen mit Alkohol (Ethanol aus der Apotheke) und nicht mit Wasser!

Was kaufe ich?

Airbrush ist bekanntermaßen keine günstige Alternative zum Colorieren mit Acrylfarben. In manchen Fällen ist das Ergebnis das Entscheidende, das einen dazu bewegt Airbrush einzusetzen. Und wer hofft, das es ’schneller‘ geht, den muss ich hierbei auch enttäuschen. Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber nichts ersetzt eine Acrylspraydose und ein paar Pinsel 🙂

In diesem Beitrag zeige ich euch, wie folgendes Set von Timbertech funktioniert:

 

airbrush_1

Dabei handelt es sich um ein Double-Action-System. Oh mein Gott, ein Fremdwort. Keine Sorge, hier gibt es eine kurze Erklärung:

  • Single-Action-System: Hierbei kann durch die Airbrush Pistole der Luftdruck kontrolliert werden, also je stärker man den Hebel betätigt, umso mehr Luft wird durch die Pistole geleitet
  • Double-Action-System: Bei der doppelten Variante kann man zusätzlich auch die Nadelposition beeinflussen. Das bedeutet ihr beeinflusst nicht nur den Luftdruck, sondern auch wie die Farbe ausgesprüht wird (Empfehlung: wenn ihr die Möglichkeit habt zu entscheiden, nehmt immer diese Variante)

Sehr nett an diesem Set war auch, das es einige Nadeln zum Wechseln gab und Pipetten für die Farbe. Besonders beim Mischen und Verdünnen sind diese Unverzichtbar. Daher kann ich dieses System auch aktuell nur empfehlen. Für Anfänger sicherlich geeignet, der Preis ist hierbei auch nicht übertrieben. In den Foren, in denen ich unterwegs war wird für Anfänger empfohlen kein zu teures System zu kaufen, aber ca 100 Euro auf den Tisch zu legen, damit das Ergebnis auch nach etwas aussieht. Was die Nadelstärke angeht: 0.3mm sollte für das Anwendungsgebiet ‚Cosplay‘ ausreichend sein.

airbrush_2

Der nächste interessante Punkt sind die Farben. Hier verhält es sich wie mit den Airbrush Pistolen: haufenweise Auswahl. Ich habe mich zum Schluss für dieses Set mit mehreren Farben entschieden, um ein wenig durchprobieren zu können (auch in anderen Projekten) und langsam aber sicher Airbrush zu meinem Repertoire hinzuzufügen.

Euch steht es natürlich frei, welche Farben ihr nehmt, aber bitte nur Farben, die für Airbrush geeignet sind! Das bedeutet KEINE ACRYLFARBEN AUS DEM BASTELLADEN! Ungeeignete Farben verstopfen euch die Düse und ihr habt nur Probleme. Also bitte, ihr habt euch ein teures Airbrush Gerät gekauft, dann gebt auch die paar Euro mehr für die Farbe aus.

Aufbau (wichtig für die Säuberung)

Hier habe ich euch einmal die Schritte zum Zusammenbau (nach der Reinigung) zusammengefasst:airbrush_3

  1. Komplett auseinander zerlegt (soweit wie ich es zumindest denke, das es sinnvoll ist). Oben seht ihr die Nadel (Achtung, die ist wirklich spitz!) und das dazugehörige Gewinde
  2. Die Nadel wird in die dafür vorgesehene Öffnung eingeschoben
  3. Das Gewinde befestigt die Nadel an der Airbrush Pistole
  4. Abschließend wird die Abdeckung aufgedreht und das silberne Teil aus Abbildung 1 (rechts) reingeschraubt. Dieses unscheinbare Teil verstellt auch den Hebel. Je mehr es reingeschraubt wurde, umso weniger lässt sich der Hebel nach hinten bewegen. Bei feineren Arbeiten ist dies sehr praktisch, da es dafür sorgt, das man die Nadel nicht zu weit verschieben kann und somit nicht zu viel Farbe ausströmt

Im nächsten Schritt erkläre ich euch den Kompressor. Als ich das Gerät angeschaltet hatte, hat es (wie erwartet) Geräusche gemacht und dann war es aus. Mein erster Gedanke war: ‚Oh kaputt…‘, aber das war alles Absicht 🙂

airbrush_4

Die Druckanzeige (rechts) springt auf 60 hoch und danach schaltet der Kompressor ab. Das ist aus Sicherheitsgründen und weil in dem Augenblick keine Luft mehr benötigt wird. Der Kompressor sorgt dafür, das ihr permanent den richtigen Luftdruck habt. Das bedeutet, wenn ihr die Airbrush Pistole betätigt, springt der Kompressor an und baut den Druck wieder auf.

Achtung: Wenn ihr mit dem Airbrush fertig seid, müsst ihr das Gerät zuerst abschalten und dann die restliche Luft aus der Airbrush Pistole (durch Sprühen) ablassen. Ansonsten könntet ihr Probleme bekommen (und damit meine ich Probleme allá: es fliegt mir alles um die Ohren).

Damit haben wir die zwei grundlegenden Punkte abgehackt. Nun müssen die beiden Teile verbunden werden. In diesem Set ist bereits ein Schlauch dabei, der mit zwei Gewinden an beiden Seiten (Pistole und Kompressor) befestigt werden kann. Dabei ist es irrelevant, welche Seite ihr wo befestigt (zumindest bei diesem Modell).

airbrush_5

Und bitte, wenn ihr den Schlauch am Kompressor anschließt: tut das nicht unter dem durchsichtigen Behälter – das ist der Filter 😉

Nun braucht ihr nur noch Farbe in den Farbbehälter füllen und könnt loslegen. Ja, die Farbe kommt so direkt in den silbernen Behälter. Der Verbrauch kann recht hoch sein, also füllt genug Farbe ein, um eine Zeit lang sprühen zu können. Um euch mal ein Gefühl für den Farbverbrauch zu geben: Für meinen Flügelrock habe ich eine Flasche Farbe (von der oben abgebildeten Farbe) unverdünnt verbraucht, um alle Federn einsprühen zu können. Das ist natürlich auch davon abhängig, wie deckend ihr sprühen wollt. Je deckender die Farbe sein muss, umso mehr müsst ihr sprühen, umso mehr Farbe verbraucht ihr natürlich auch.

Haltung

Dazu, wie man eine Airbrush Pistole hält habe ich auch einiges gelesen. Im Endeffekt ist es aber davon abhängig, wie es für euch am angenehmsten ist. Man muss den Hebel betätigen können ohne einen Krampf im Arm zu bekommen und der Farbbecher muss so ausgerichtet sein, das er aufrecht steht (damit die Farbe immer gut nach unten durchfließt). Also probiert vielleicht erst einmal ohne Farbe aus, welche Position für euch am angenehmsten ist.

airbrush_6

WICHTIG: Je nachdem, welche Farbe ihr kauft solltet ihr Handschuhe tragen. Ich hatte das Pech, das meine Farbe nur mit starkem reiben von den Händen wieder abging (und teilweise noch immer nicht ganz weg ist). Zudem gilt natürlich: wenn ihr sprüht entstehen Farbpartikel, also bitte macht das bevorzugt draußen oder setzt eine Maske auf, wenn ihr es in einem Zimmer macht. Abhängig von der Farbe kann es auch sein, das es nur außerhalb möglich ist zu sprühen (Lacke z.B.).

Wenn ihr nun den Hebel drückt, entweicht Luft. Mehr Druck bedeutet hierbei mehr Luftdruck. Wenn ihr den Hebel nach hinten zieht (so wie auf dem Bild), wird die Nadelposition verändert. Ihr bekommt also mehr Farbe durch die Öffnung.

Techniken

Wenn es um die Techniken gibt, gibt es sehr viel an Infos, die ich euch geben könnte. Aber zur Zeit habe ich das mir auch alles nur angelesen und noch nicht getestet. Ausprobiert habe ich zur Zeit nur ein einfaches Besprühen meiner Federn und das ähnelt eher dem Sprühen mit einer Sprühdose, als hoher Kunst 🙂

Hier habe ich einmal das Ergebnis von meinem Sprühen für euch. Die dunklen Stellen hatte ich zuvor mit Acrylfarbe für die erste Version bemalt. Daran lässt sich gut erkennen, das (zumindest diese Farbe) nicht komplett deckend ist. Ich gehe auch nicht davon aus, das es als deckende Farbe so gedacht ist. Ich denke ich werden in Zukunft Airbrush nicht zum puren colorieren nutzen, sondern eher, wenn es darum geht Farbverläufe auf Oberflächen zu generieren.

airbrush_7

Und zum Abschluss: Bitte an Klarlack zum Versiegeln denken! Ihr arbeitet mit ganz feiner Farbe und ich habe zumindest bei Moosgummi die Erfahrung gemacht, das auch am nächsten Tag die Federn noch Farbe abgeben, wenn man sie berührt 🙂

Säubern

GANZ wichtig, nachdem ihr euer ‚Werkzeug‘ genutzt habt, muss es gründlich gereinigt werden. Das heißt alles auseinander nehmen und auswachen und dabei am besten auch die Reinigungsflüssigkeit benutzen, von der ich zu Beginn schon gesprochen hatte. Ihr dürft nicht vergessen, das ihr hier mit einem Präsizionswerkzeug arbeitet im Millimeter Bereich und die Düsen können sehr schnell verstopfen, wenn man es nicht richtig pflegt!

Fazit für mich: Nette Spielerei und ich bin auf die nächsten Ergebnisse gespannt, aber teurer und aufwendiger, wie eine einfache Colorierung mit dem Pinsel!

Das war es für heute, wir sehen uns nächste Woche! Viel Spaß auf der Connichi (wer ebenfalls vor Ort ist)

 

Eure Anonchi

Über Anonchi

Anonchi
Seit 2013 cosplaye und blogge ich. Ich probiere immer wieder gerne neue Materialien und Möglichkeiten aus und teile sie mit der Community. Cosplays müssen für mich eine Herausforderung darstellen, an denen ich immer weiter wachsen kann!

Auch interessant

Lederstiefel nähen

Lederstiefel nähen

Hallo, meine Lieben, Ich habe mich daran gewagt, aus einem normalen Ballerina einen Stiefel zu …

Worbla's Crystal Art im Materialtest

Materialtest: Worbla’s Crystal Art

Seit einigen Wochen habe ich das neue Worbla’s Crystal Art bereits bei mir liegen und …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.