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Kanzashi
Kleine Kanzashi-Armee!

Tutorial: Blumenkanzashi basteln (Teil 2)

Hallo, ihr Lieben!

Na? Wie gehts euch? Seid Ihr auf der LBM gewesen?
Ich leider nicht, sonst würde ich euch etwas davon erzählen. Aber vielleicht verratet ihr mir, wie es so war? 😉

Ich zeige euch heute Teil 2 meines Kanzashi-Tutorials. Es gibt wirklich viele verschiedene Arten und Falttechniken, welche ich euch gerne alle zeigen würde – heute zeig ich euch aber erstmal, wie man sehr kleine Kanzashi herstellen kann.
Los gehts!

> 1. Material

Material
Wichtig für Satinkanzashi: das Feuerzeug!

Satinband oder (Stoff-)Geschenkband eignen sich am Besten (3-4cm breit sollte es sein. Sonst ist es schwer, die Kanzashi zu falten).
Eine Schere, im besten Fall eine sehr, sehr scharfe, um das Satinband nicht zu beschädigen.
Nadel und Faden, eine Heißklebepistole, etwas zum Dekorieren und diesmal ganz wichtig – ein Feuerzeug und eventuell eine Kerze.
> 2. Zuschnitt

Schmorvierecke
Unten seht ihr, wie der versäuberte (angeshcmorte) Rand aussehen wird!

Für diese Kanzashi brauchen wir Vierecke – also schneidet beliebig viele Vierecke aus.
Ich habe zwei unterschiedliche Satinbänder genommen, um ein wenig mehr Farbe einzubauen.
Wichtig bei den Satinkanzashi ist, dass ihr sehr genau arbeitet (also am Besten gerade Ränder, nichts Schiefes!) und dass ihr sie versäubert.
Und dafür brauchen wir das Feuerzeug. Zieht eure Vierecke mit den offenen Kanten vorsichtig in der Nähe der Flamme entlang – so schmoren die Ränder etwas und es ziehen sich keine Fäden mehr.
Vorsicht! Bitte haltet es nicht zu nah an die Flamme, sonst fängt euer Stoffstück Feuer!
Ich habe ein Teelicht genutzt, damit ich die Hände frei habe und besser aufpassen kann, dass die Ränder gleichmäßig schmoren. Ihr müsst dazu nur in die Nähe kommen. Der Rand wird etwas dunkler und härter. Bitte beachtet: je länger ihr es schmoren lasst, desto härter wird der Rand… und das stört eventuell später beim Falten.
Es braucht vielleicht etwas Übung – aber Übung macht ja bekanntlich den Meister!

> 3. Falten

Falten
Zwei Dreiecke übereinander.

Für diese Blüten wird euer Blatt erstmal einmal diagonal mittig gefaltet, sodass ein Dreieck entsteht. Da ich innen pink und außen rosa haben wollte, habe ich jeweils ein Blatt gefaltet und diese aufeinander gelegt, wie ihr im Bild sehen könnt.

Unterschied
Der Unterschied zwischen gestutztem, fertigen und ungestutzem Blütenblatt.

Dann wird das gesamte Blütenbland nochmals mittig gefaltet. Achtet darauf, dass die Kanten so gut wie möglich aufeinander liegen. Je ordentlicher ihr arbeitet, desto schöner wird die Blüte am Ende sein!
Ich habe meine Blätter mit der Schere etwas gestutzt, damit sie gerader sind und sich besser richten lassen. Auch das ist Übungssache – am Anfang werden eure Blüten vielleicht etwas schief, aber das wid schon! Zudem habe ich die untere, nun wieder offene Kante etwas angeschmort. Damit ich mir nicht die Finger verbrenne, habe ich eine Pinzette zur Hilfe genommen. Damit lässt sich auch super das innere Blatt richten, sollte es etwas hinabgerutscht sein. (Und mir ist das sehr oft passiert.) Haltet die Blüte weit vorne mit der Pinzette. Wenn ihr die offene Spitze etwas mehr anschmort und die Enden etwas zusammendrückt, bleiben sie aneinander kleben und fallen nicht mehr auseinander. Aber Vorsicht: der angeschmorte Satin ist heiß!
Ist alles erledigt? Dann ist das erste Blatt schonmal fertig!

> 4. Zusammennähen und Dekorieren.

Alles zusammennähen
Die neue Blüte nimmt Gestalt an.

Wenn ihr diese Prozedur mit allen Blättern gemacht habt, ist die Kanzashiblüte auch schon fast fertig!
Als Nächstes wird mit Nadel und Faden durch die vordere Spitze gestochen (so nah wie möglich an der Kante) und die einzelnen Blütenblätter nach einander auf dem Faden aufgereiht.

Boden
Der Boden

Sobald ihr alles festgezogen habt, könnt ihr die einzelnen Blätter etwas richten und einen ‚Boden‘ unter der Blume anbringen.
Dieses Mal habe ich kein Filz genommen, sondern Satinband, welches ich mit dem Feuer versiegelt habe.
Auf dem Bild könnt ihr zudem gut erkennen, wie der untere Teil der Kanzashi nun aussieht – die einzelnen Blätter sind durch das Feuer gut versiegelt. Habt ihr diese Art Kanzashiblüten mit normalem Stoff gemacht, würde ich empfehlen, die unteren Kanten mit Heißkleber zu versiegeln.

Fertig!
Fertig!

Obendrauf kommt dann noch die Deko. Ich habe ein Glöckchen gewählt, da ich die Kanzashi wahrscheinlich für ein Cosplay nutzen werde, zu welchem ein Glöckchen gut passen würde.

Natürlich müsst ihr ein Kanzashi nicht stumpf aus einer einzelnen Blütenart machen. Ihr könnt auch gerne variieren und kombinieren, wie ihr lustig seid!
Ich hab zum Beispiel schon verschiedene Arten ausprobiert, habe Stoff- und Satinblüten auch zusammengesetzt. Ihr könnt damit einige schöne Sachen zaubern – und es dauert echt nicht lange!

Und? Habt ihr schon genug von Kanzashi?
Ich definitiv noch nicht! Ich liebe es, Kanzashi aus verschiedenen Materialien und aus verschiedenen Arten herzustellen. Ich weiß zwar noch nicht, wohin mit den allen, aber ich mache definitiv noch mehr!
Es gibt auch noch ganz runde Blüten – aber die zeige ich euch vielleicht beim nächsten Mal 😉

Liebe Grüße
Desiree

Über Desiree

Desiree
Um ein guter Cosplayer zu werden, muss man einen hohen Berg erklimmen... - oder? Stimmt nicht! Alles was ihr braucht ist Motivation, Ehrgeiz, Spaß & vielleicht ein bisschen Mut. ;3 Ich bin Desiree, seit 2010 Cosplayerin und ich möchte euch die Welt rund um Cosplay nahe bringen. Tutorials, Reviews, Erfahrungen.. und ihr werdet merken, so steinig ist der Weg gar nicht!

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