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Kanzashi
Selbstgemachte Kanzashi - ist gar nicht so schwer!

Tutorial: Blumenkanzashi basteln (Teil 1)

Hallo, liebe Leser!

Heute gibts wieder ein Tutorial!
Und dieses Mal zeige ich euch, wie man ganz einfach Kanzashi selber machen kann.
Kanzashi (abgeleitet vom japanischen Wort ‚kamizashi‘; was ‚Haarnadel‘ bedeutet) ist ein traditioneller Haarschmuck, den fast ausschließlich Maikos und Geishas vermehrt getragen haben.
Heutzutage werden Kanzashi zu allerlei traditionellen Festlichkeiten getragen, wie Hochzeiten und Teezeremonien.
Aber auch in jüngeren Generationen finden Kanzashi wieder Anklang.

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Arten von Kanzashi. Wir probieren uns heute an der, meiner Meinung nach, schönsten Form; die Blumenkanzashi.
Und das Beste daran; man braucht nicht viel!
Kanzashi lassen sich auch wunderbar aus Resten fertigen.
Heute geht es um die Basics; einfache, gern auch große Kanzashi, welche sich als Brosche oder größeren Haarschmuck eignen. Die ganz kleinen, detaillierten Kanzashi gibts dann wann anders 😉
Los gehts!

 

Material
Nadel, Faden, Schere.. was man halt so braucht!

1. Material und Vorbereitung
Wie gesagt, Kanzashi kann man unglaublich gut aus Resten zaubern. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Ich habe in meiner Restekiste gewühlt und ein etwa 25 cm x 35 cm großes Stück Reststoff rausgefischt. Das fertige Kanzashi hat einen Durchmesser von ca. 9 cm.
Am besten eignen sich Baumwollstoffe und etwas steifere, aber nicht zu dicke Stoffe. Kanzashi faltet man, deswegen klappt es mit Jersey beispielsweise nicht.
Ansonsten – wie gehabt – braucht man Schere, Stift, Nähnadel und Faden, eventuell Stecknadeln, eine Heißklebepistole und etwas zum Dekorieren – dazu kommen wir dann später.

Tipp: Deckt eure Arbeitsfläche bitte mit Zeitungs- oder Kopierpapier ab. Da wir später mit Heißkleber arbeiten, verhindern wir so, dass Kleberesteirgendwo hängen bleiben, wo sie nichts sollen. Auch solltet ihr eure Haare zusammenbinden und eure Oberteile hochkrempeln, so vermeidet ihr Flecken und Unfälle.

Zuschnitt
Der Zuschnitt = ganz viele Kreise.

>2. Der Zuschnitt
Kanzashiblüten bestehen aus Kreisen oder Vierecken.
In unserem Fall sind es Kreise. Ich finde, dass es sich am besten mit Kreisen arbeiten lässt, die einen Durchmesser von ca. 6 cm oder größer haben. Ansonsten wird das Falten schwer.
Wenn ihr euch mit der Größe nicht sicher seid, könnt ihr euch Schablonen aus Papier ausschneiden und zusammenfalten, wie das mit den Blütenblättern später gemacht wird. So habt ihr eine ungefähre Vorstellung, wie breit es werden soll.
Auch die Anzahl an Blättern ist komplett variabel. Probiert einfach mal aus, was euch so gefällt; sollte es für euer Cosplay nicht passend sein, könnt ihr die Kanzashi immernoch privat als Brosche oder Haarschmuck gebrauchen.

Ich habe 8 Kreise mit einem Durchmesser von 8,5 cm genommen.
Die Kreise müssen nicht perfekt rund sein, aber je genauer ihr arbeitet, desto hübscher wird das fertige Kanzashi!

Falten
Falten; so gehts!

>3. Falten und Zusammennähen

Fadenlauf
So sahs bei mir aus!

Kanzashi falten ist gar nicht schwer.
Jeder Kreis wird einmal in der Mitte zum Halbkreis gefaltet. Dann noch einmal in der Mitte, sodass ihr einen Viertelkreis habt.
Als nächstes kommen Nadel und Faden zum Einsatz.
Genäht wird an der runden Kante eures Viertels. Wie oft ihr durch den Stoff stecht ist dabei euch überlassen. Auf dem Bild seht ihr, wie ich es gemacht hab.

 

Auffädeln
Alles nacheinander Auffädeln.
Achtblättrig
Meine achtblättrig Blüte

Das macht ihr letzendlich mit allen Blüten – auf einem Faden, damit spart ihr euch das zusammennähen.
Wie viele Blütenblätter ihr nehmt, ist ganz euch überlassen. Ich würde mindestens drei nehmen, um eine Blume darzustellen.

Habt ihr alle eure Blütenblätter fertig, zieht den Faden fest und näht sie an der Unterseite gut zusammen.

 

Filz
Der Filzkreis dient als ‚Boden‘.

>4. Versiegelung und Dekorationen
Fast fertig! Als nächstes kommt die Heißklebepistole zum Einsatz.
Um die Kanzashi zu versiegeln, damit sie nicht ausfranst und kaputt geht, habe ich ein Stück Filz untergenäht. Dies dient auch als Base, solltet ihr eine Klammer (für z. B. in die Haare) oder eine Sicherheitsnadel an die Kanzashi kleben wollen.
Das innere ‚Loch‘ wird auch mit Heißkleber ausgefüllt. So sind die Enden eurer Blütenblätter versiegelt und ihr könnt direkt eure Deko anbringen.

 

Deko
Alles kann als Dekoration genutzt werden!

Ich habe für mein Kanzashi einen alten, einsamen Knopf aus meiner Knopfkiste genommen. Aber theoretisch ist alles möglich, Perlen, Dekoblumen, kleinere Kanzashi, Glöckchen oder Strasssteine.
Wie gesagt; lasst eurer Kreativität freien Lauf!

Nur Vorsicht! Bei Metallknöpfen beachtet bitte, dass diese heiß werden, wenn sie mit dem Kleber in Berührung kommen! Ihr solltet den Knopf zwar festdrücken, aber nehmt zur Not einen Handschuh oder ein Tuch dazu, damit ihr euch nicht verbrennt!

Fertige Blume
Die fertige Blume!

Und das wars dann auch schon!
Ihr könnt die Kanzashi nun eben als Brosche oder Haarschmuck verwenden, oder sie direkt an euer Cosplay oder eure Perücke nähen.
Ich hoffe, ihr findet Kanzashi genauso schön wie ich und ich konnte euch mit diesem Tutorial weiterhelfen. Zeigt doch mal eure selbstgemachten Kanzashi, solltet ihr es ausprobieren!

 

Viel Spaß dabei!
Eure Desiree

Über Desiree

Desiree
Um ein guter Cosplayer zu werden, muss man einen hohen Berg erklimmen... - oder? Stimmt nicht! Alles was ihr braucht ist Motivation, Ehrgeiz, Spaß & vielleicht ein bisschen Mut. ;3 Ich bin Desiree, seit 2010 Cosplayerin und ich möchte euch die Welt rund um Cosplay nahe bringen. Tutorials, Reviews, Erfahrungen.. und ihr werdet merken, so steinig ist der Weg gar nicht!

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