Startseite Benutzerblogs Anonchi Schwitzen und leiden – alles für das Cosplay

Schwitzen und leiden – alles für das Cosplay

Nachdem ich nun immer wieder höre ‚ich bin zu fett für das Cosplay‘ und ‚boah, die ist viel zu fett dafür‘ möchte ich gerne Mal etwas dazu sagen.
Ich bin selber keine mega schlange Cosplayerin und weiß genau, was es bedeutet sich Leuten zu stellen, die für ihre Figur keinen Finger rühren müssen.

Bislang hatte ich das Glück noch nicht zum Ziel von Beleidigungen und ähnlichem zu meiner Figur geworden zu sein. Aber der Spiegel lügt nun einmal nicht.
Aber um das ganze mal ein wenig besser zu durchleuchten, dieser Blog Eintrag.

Vor einigen Jahren noch hab ich mich für jedes Bild von mir geschämt, das cosplayn gab mir das nötige Selbstvertrauen mich zumindest selbst anzusehen. Dieses Selbstvertrauen ist immer wieder gewachsen und damit auch die Einstellung, das ich etwas dafür tun muss, um eine schlanke Figur zu bekommen.

Ich habe eigentlich schon immer eine Sportart ausgelebt und mir trotzdem tagtäglich in der Schule von Mitschülern alles gefallen lassen müssen. Leichtathletik, koreanische Kampfkünste, Rock ’n Roll tanzen, Rhönrad, Gymnastik, Fechten, Basketball, Aerobik, Joggen, Schwimmen…. das mal so als Auflistung was ich alles schon eine Zeit lang ausgeübt habe. Inzwischen habe ich auch meine Ernährung umgestellt und trotzdem passt es noch immer nicht für ein geiles Cosplay.

Wie sah also mein letztes halbes Jahr aus?
Ich bin umgezogen und habe über 1 Monat hinweg fast täglich Kisten vom 1 Stock runter in den 2 Stock raufgetragen und war tagtäglich am packen/aufräumen und rumräumen. Nachdem ich umgezogen war ging ich einige Male joggen, bevor ich 2 Wochen vor Weihnachten dann meine jährliche Suppendiät begonnen habe. Auf Weihnachtsschokolade verzichten, Süßstoff im Kaffee anstatt Zucker, morgens nur noch Müsli, ansonsten Obst und Gemüse und dazu immer wieder joggen und Gymnastik.

Das ist hart und man hat das Gefühl, man erreicht nie sein Ziel. Ich habe es nun auch zu guter letzt nicht erreicht. Ich habe mir eine Worbla Rüstung zusammengebaut, die bauchfrei war und einen Tag vor dem Aufbruch zur Con konnte ich sie zum ersten Mal anziehen. Und zum ersten Mal sehen, das alle Mühe umsonst waren. Es sah einfach scheiße aus. Ich habe improvisiert (wie immer) und ein schwarzes Top und eine schwarze Leggings drunter gezogen (was nur semi gut meiner Meinung nach aussah – ich war am Boden).
Die Con hat aber wirklich viel Spaß gemacht und all die Leute, die ich getroffen habe, waren einfach super (danke euch!)! Aber der Gedanke, das ich gegen meinen Körper mal wieder verloren habe, der bleibt.

Inzwischen habe ich ein Fotoshooting hinter mir, auf dem ich die Rüstung original tragen konnte und nun sieht es um einiges besser aus. Warum? Ich habe erneut improvisiert – diesmal mit einem Umhang, der meinem gesamten Cos ein ablenkendes Features gibt. Es war die beste Wahl, die ich treffen konnte. Manchmal muss man wohl seinen Körper austricksen, wenn er trotz aller Qualen nicht will.

Und nun hier eines der Bilder von dem Shooting, mit dem ich durchaus zufrieden bin zu guter letzt 🙂

IMG_5279_edited_klein

Ich hoffe, ich konnte euch mal zeigen, das auch harte Arbeit nicht immer zum Ziel führt. Man aber trotzdem daran arbeiten kann und weiter arbeiten sollte. Selbst, wenn man verlieren sollte 🙂 Und an alle, die das Glück haben von Natur aus schlank zu sein: ihr seid Glückspilze! Wenn ich auf jemanden neidisch bin, dann euch!

Eure
Anonchi

Über Anonchi

Anonchi
Seit 2013 cosplaye und blogge ich. Ich probiere immer wieder gerne neue Materialien und Möglichkeiten aus und teile sie mit der Community. Cosplays müssen für mich eine Herausforderung darstellen, an denen ich immer weiter wachsen kann!

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