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Nähkoffer
Chaos im Nähkoffer!

Ich packe meinen Nähkoffer…..

Hallo, meine Lieben!
Seid ihr alle mit dem Schleifen-Tutorial zurecht gekommen?
Da wir letztes Mal genäht haben, und Nähen wohl eines der Hauptbestandteile des Cosplayens ist,  möchte ich mich heute mit einem sehr essentiellen Thema beschäftigen – nämlich Nähzubehör!
Es gibt massenweise nützlichen und nicht so nützlichen Kleinkram, der das Nähen erleichtern soll. Und alles natürlich in mehreren verschiedenen Ausführungen. Manche Dinge könnt ihr euch selbst machen oder ihr benötgt sie gar nicht. Das ist immer eine Frage des Geschmacks, der Übung und natürlich; was ihr alles näht!
Ich habe euch jetzt mal ein bisschen was von dem aufgelistet, was ich besitze. Ich besitze nicht sonderlich viel, aber vielleicht mehr als andere, da ich mir vieles mit meiner Freundin teile. Verratet mir doch mal, was ihr so alles zuhause habt und regelmäßig benutzt!

Los gehts!

  1. Die Nähmaschine.
    Okay, die passt nicht wirklich in den Koffer… und erklärt sich von selbst. Was für eine Nähmaschine ihr habt ist ziemlich egal. Ich hatte sehr lange eine von Medion (Discounter-Eigenmarke) für 60€ und war mehr als zufrieden damit. Die tut halt, was sie soll; nähen. Leider ist diese im vergangenen Jahr einmal runtergefallen und war nicht mehr zu retten. Daher nutze ich zurzeit die AEG meiner Freundin mit.
    Ich hätte allerdings gerne mal eine neue mit Zierstichen – damit kann man viel machen ;3
    Neben normalen Nähmaschinen gibts auch Overlock-Maschinen zum Versäubern und Stickmaschinen. Ich besitze beides, aber ich hab bisher beides noch nicht oft genutzt. Dabei handelt es sich aber auch eher um ‚Luxusgüter‘.
  2. Schere
    Auch hier gilt; es muss nicht das Teuerste sein um zu funktionieren. Wir besitzen insgesamt eine Stoffschere, die auch nur ausschließlich zum Stoffschneiden gebraucht wird, eine Papier-Schere und eine ‚Allroundschere‘.
    In der Regel, oder für den Anfang, reicht allerdings auch einfach eine einzelne Schere. Sorgt nur bitte dafür, dass diese immer scharf ist, sonst ruiniert ihr euch schnell mal den Stoff!
  3. Stifte & Schneiderkreide
    Jetzt wirds ein wenig interessanter!
    Ihr werdet nicht drum herum kommen, irgendwann mal was auf den Stoff kritzeln zu müssen. Ob das Hilfslinien, Betitelungen bei komplizierten Schnitten oder  Skizzen für zukünftige Malereien oder Stickereien sind, ist vollkommen egal. Dafür könn ihr natürlich einige Dinge verwenden. Ich benutze…. meistens das, was da ist bzw. je nach Beschaffenheit des Stoffs. Ich habe euch aber mal ein Bild von verschiedenen Hilfsmitteln gemacht.

    Stifte
    Bleistift, Kreidestift, Farbminenstift & Schneiderkreide

    Zu sehen sind ein gewöhnlicher Bleistift. Sowas benutze ich oft bei normalem, hellen Baumwollstoffen oder allem, was unelastisch ist. Den Kreidestift benutze ich relativ selten, weil die Minen sehr teuer sind. Praktisch ist aber, dass man falsche Linien sehr einfach ‚wegwischen‘ kann.
    Der farbige Minenstift (Pilot Color Eno) ist eigentlich hauptsächlich ein Zeichenutensil, aber ich benutze die auch gerne bei dunklen Baumwollstoffen.
    Und dann haben wir noch gewöhnliche Schneiderkreide (Als Stück/Brocken). Die benutze ich aber nur äußerst ungerne, weil meine Linien nie gerade werden. Aber das ist sicher auch nur Übungssache.
    Bei Jersey oder anderen sehr strechigen Stoffen benutze ich übrigends Filzstifte! Man muss zwar aufpassen, dass man bestenfalls etwas neben der eingezeichneten Linie näht, damit man diese später nicht mehr durchscheinen sieht, aber dafür kann man damit gerader zeichnen. Es gibt auch Filzer, die beim Bügeln oder Waschen verschwinden. Sowas ist – genauso wie Schneiderkreide – natürlich die professionellere Variante und eigentlich möchte ich euch das auch lieber ans Herz legen. Investiert lieber etwas mehr, es wird sich lohnen 😉

  4. Kopierrädchen
    Ein Utensil, welches vielleicht weniger Leute kennen: Das Kopierrädchen.

    Koppierrädchen
    Das ist ein Koppierrädchen.

    Sowas braucht man eigentlich nur, wenn man mit vorgefertigten Schnitten (zB. von Simplicity oder Burda) arbeitet. Es ist dazu da, einen vorhandenen Schnitt auf Papier zu übertragen, ohne das vorhandene Schnittmuster zu beschädigen. Da ich öfter mal mit Burdaschnitten arbeite, brauche ich das ab und an… und finde es meistens nicht xD.
    Ihr legt einfach den Schnitt über das Papier, auf welches der Schnitt übertragen werden soll, und rollt entlang der entsprechenden Markierungen. So drückt sich das Rädchen durchs Papier und ihr könnt den übertragenen Schnitt ausschneiden und nutzen.

  5. Nadeln
    Neben den normalen Nähnadeln zum Handnähen (von welchen es auch viele Unterarten gibt, die ich ehrlich gesagt nicht alle kenne, weil ich sie nicht brauche) gibt es noch – ganz, ganz wichtig – die Stecknadeln.

    Stecknadeln
    Stecknadeln – mit und ohne Glaskopf!

    Da gibts natürlich auch viele Unterschiede – dick, dünn, lang, kurz.
    Ich besitze mittlerweile eine ganze Armee. Da ich oftmals viele Cosplays gleichzeitig nähe, stecken die manchmal monatelang in irgendwelchen unfertigen Teilen rum und wenn ich dann keine mehr habe, kaufe ich mir günstig welche nach. Mir sind bisher zwei große Unterschiede aufgefallen – es gibt die mit und die ohne Glas- oder Plastikkopf. Ich persönlich mag die mit buntem Kopf lieber, weil ich schnell mal eine Nadel im Stoff stecken lasse und vergesse… und da kann man sich schon fies verletzen. Die mit Kopf fallen einfach auf. Zudem sind die meist dünner, als die ohne Kopf und das mag ich persönlich lieber. Nachteil aber; sie verbiegen sich schnell oder der Glaskopf geht ab. Das kann auch sehr ärgerlich sein…
    Die ohne Kopf nutze ich allerdings sehr gern, um Satin – egal in welcher Art und Weise – und ähnliche Stoffe festzustecken. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Nadeln weniger schnell abstumpfen und daher keine Fäden ziehen.
    Das hat natürlich aber immer mehr was mit Qualität, als mit der Art der Nadeln zu tun.

  6. Maßbänder
    Maßbänder sind vor allem dann wichtig, wenn ihr eure eignenen Schnittmuster entwerft. Ich mache das auch und greife neben einem gängigen Maßband auch gerne mal auf normale 30cm Lineale oder ein Handmaß zurück.

    Maßband & Handmaß
    Maßband & Handmaß

    Handmaße sind praktisch, um eine Nahtzugabe zu dem auf den Stoff übertragenen Schnitt zuzufügen. Ansonsten sind sie wie normale Lineale.

  7. Garn
    Und nun folgt eines der wichtigsten Dinge, die man zum Nähen braucht: Garn!
    Es gibt Garn in tausenden Farben, auf kleinen oder große Spulen, Overlockspulen oder kleinen Metallspulen.
    Es gibt normales Nähgarn, Stickgarn für die Maschine oder dickeres zum Handsticken und Reihgarn. Letzteres ist super, um Dinge vorzunähen, da es sich leicht reißen und wieder aus dem Stoff ziehen lässt.
    Auch die Bestandteile des Garn können wichtig sein! So ist Baumwollgarn zm Beispiel färbbar, was ganz wichtig ist, solltet ihr ein bestimmtes Teil eures Cosplays einfärben wollen. Mit Polyestergarn funktioniert dies leider nicht. Ich habe einen riesigen Vorrat an Garn und dennoch nicht immer jede Farbe da… für solche Fälle gibt es aber auch durchsichtiges Garn!
    Gemusterte Garne oder welche mit eingearbeiteten Glitzerfäden; es gibt einfach eine riesige Auswahl, man muss nur manchmal etwas suchen.
    Ich benutze gerne Overlock-Konen, da diese hochgerechnet günstiger sind und gefühlt niemals leer gehen.
    Bitte achtet bei Unterfadenspulen (die kleinen, runden), darauf, dass diese auch wirklich in eure Nähmaschine passen! Anders als Nähmaschinennadeln sind diese nämlich nicht genormt; so gibt es z. B. eine flache und eine gewölbte Variante.

    Garn
    Garn, Garn, Garn!
  8.  Anderes
    Es gibt noch viele weitere nützliche Nähzubehöre; z. B. Nahtauftrenner, Kopierpapier, Lochzangen, Pfriemen (habe ich noch nie benutzt xD), Fingerhüte (die mir immer zu groß oder zu klein sind) oder unterschiedliche Nähmaschinennadeln und -füße.Aber wie gesagt; man benötigt nicht alles, um gut arbeiten zu können!
    Fleiß, Motivation und ein bisschen Ideenreichtum reichen, um erfolgreich ein Cosplay anfertigen zu können! 😉

Fällt euch dennoch etwas ein, was man dringend nutzen sollte? Lasst es mich ruhig wissen!

Liebe Grüße!
Desiree

Über Desiree

Desiree
Um ein guter Cosplayer zu werden, muss man einen hohen Berg erklimmen... - oder? Stimmt nicht! Alles was ihr braucht ist Motivation, Ehrgeiz, Spaß & vielleicht ein bisschen Mut. ;3 Ich bin Desiree, seit 2010 Cosplayerin und ich möchte euch die Welt rund um Cosplay nahe bringen. Tutorials, Reviews, Erfahrungen.. und ihr werdet merken, so steinig ist der Weg gar nicht!

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Ein Kommentar

  1. was mir zu den stecknadeln eingefallen ist; wenn ich das zusammengesteckte Teil vor dem Nähen noch mal bügeln will (was je nach Stoffart manchmal nötig ist), nehm ich dafür lieber Nadeln ohne (Plastik)Kopf, weil mir da auch schon mal beim Bügeln welche geschmolzen sind ///D außerdem ist das Ganze dann insgesamt etwas flacher, was das Bügeln leichter macht.

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